THEATER

Die Mitschuldigen

Komödie von Johann Wolfgang von Goethe

Die Mitschuldigen 1
Die Mitschuldigen 2
Die Mitschuldigen 3
Die Mitschuldigen 4

Vier betrogene Betrüger treffen im Gasthof „Schwarzen Bären“ aufeinander: Der Wirt liegt im Dauerstreit mit seinem nichtsnutzigen Schwiegersohn Söller, der ein leichtsinniger Spieler ist, dessen Frau Sophie lässt sich von ihrem ehemaligen Liebhaber Alcest, der sich im Gasthaus ihres Vaters einquartiert hat, den Hof machen. Sie alle schleichen des Nachts aus unterschiedlichen Gründen heimlich in das Zimmer von Alcest. Als am nächsten Tag das Geld des Gastes fehlt, beschuldigen sich zunächst Vater und Tochter gegenseitig des Diebstahls, bis der Schuldige, Söller, entlarvt wird.

Da ein jeder von ihnen mit-schuldig ist, bleiben sie alle ungeschoren.

Das Stück ist eine unterhaltsame Konstatierung der Verlogenheit der damaligen Moral. Jeder täuscht jeden. Es ist aber nur eine Bestandsaufnahme. Das Ende, wo jeder jeden vergibt, zeigt, dass der junge Goethe dem nichts entgegenzusetzen hatte. Noch nicht!

Die Verlogenheit von damals hat sich bis heute offensichtlich im Wesentlichen nicht verändert. Haben wir Heutige dem etwas entgegenzusetzen?

 

„Allein, ihr großen Herrn, ihr habt wohl immer recht?

Ihr wollt mit unserm Gut nur nach Belieben schalten;

Ihr haltet kein Gesetz, und andre sollen's halten?“


Inszenierung Evelyn Fröhlich
Bühne und Kostüme Sigrid Wenter & Bernhard Kronsteiner (Atelier für Rauminszenierung)
Textfassung und Dramaturgie Johannes C. Hoflehner & Evelyn Fröhlich
Regieassistenz Magdalena Köhle
Technische Leitung Thomas Nichtenberger
Technische Mitarbeit Reinhard Kralik
Produktionsleitung Johannes C. Hoflehner
Produktion Theater Forum Schwechat

Schauspiel-Besetzung
Peter Austin-Brentnall als Söller
Bruno Reichert als Wirt
Martina Mitterer als Sophie
Christoph Dostal als Alceste