THEATER

Die bürgerliche Dame

Altwiener Volkskomödie von Philipp Hafner

Die bürgerliche Dame 1

Frau Redlichin, die fügsame Ehefrau eines wohlhabenden Kaufmannes, nützt die längere Abwesenheit ihres bürgerlichen Gatten, um aus der häuslichen Enge, ohne Genuss und Vergnügen, auszubrechen. Sie mietet unter anderem ein Palais, veranstaltet luxuriöse Feste und glaubt so, Anschluss an die High Society, die Seitenblicke-Gesellschaft, der Stadt zu finden. Dabei erkennt Frau Redlich nicht, dass sie sich hauptsächlich mit Hochstaplern und Schmarotzern umgibt. Als das Geld ihres Mannes verbraucht ist, macht sie Schulden. Nach seiner Rückkehr wirft der entsetzte und entrüstete Redlich die „feine Gesellschaft“ aus dem Haus. Seine Frau schickt er zur Besserung in ein Kloster. Dort soll sie über ihre Verfehlungen nachdenken. Die Welt des Herrn Redlich ist wieder in Ordnung.

Die 1764 uraufgeführte Komödie verspricht eine unterhaltsame Begegnung mit einem Stück Altwiener-Volkstheater und zeigt das Werk Philipp Hafners als wichtiges Bindeglied zwischen Stranitzky, dem Schöpfer des Hanswurst und Nestroy, dem Vollender der Wiener Volkskomödie.

Über den Autor:
Geb. 1735 in Wien - gest. 1764 in Wien; Lyriker, Dramatiker und Literaturkritiker. Er trat für ein volkstümlich unterhaltsames Theater ein und war der erste Autor, der seine Theaterstücke - im Gegensatz zu den bisher üblichen reinen Stegreifkomödien - mit festem Text verfasste. Philipp Hafner gilt somit als Vater des Wiener Volksstücks.


Regie und Bearbeitung Bruno Reichert
Ausstattung Katharina E. Rodax

Koproduktion des Vereins Zeitvertreib mit dem THEATER FORUM SCHWECHAT

Mit Maria Bittner, Viktoria Fazekas, Rita Posch, Margarita Prammer, Andreas Herbsthofer-Grecht, Peter Koliander, Alex Lainer, Gerry Leeb, Rudolf Prammer, Bruno Reichert, Horst Salzer und Christoph Schmelzinger