THEATER

BÜRO BRUTAL. EINE KOMÖDIE.

Von I Stangl und Hannes Vogler

Büro Brutal 1
Büro Brutal 2
Büro Brutal 3

"Büro Brutal. Eine Komödie." ist eine bissige Satire auf die heutige Arbeitswelt. Die Autoren I Stangl und Hannes Vogler haben schon mit dem Stück "Single mit vier Frauen" bewiesen, dass Witz und Tiefgang einander nicht ausschließen.

Ein Konzern lagert MitarbeiterInnen in ein "Karrierecenter" aus. Die haben den "Golden Handshake" verweigert, sind zum Kündigen zu teuer und daher nur mehr lästige Kostenfaktoren. Es herrschen Langeweile, Frust und Mobbing. Die Arbeit erledigen inzwischen geleaste Billig-Kräfte. Man hält fest an seiner ehemaligen Funktion, seinen Aufgaben, in einem von Sinnlosigkeit geprägten Alltag. Man spielt Arbeit, fühlt sich wie ein Niemand. Pseudobeschäftigungsmist, zermürbendes So-Tun-als-ob. Man erstellt Tagespläne, doch was können die schon enthalten? 8 Uhr 30 Daumendrehen, 8 Uhr 45 Nasenbohren, 9 Uhr Zeitung am Klo lesen? Wie kann man alles ernstnehmen, wenn dieses "alles" nichts ist? Kann man sich mit "Nichts" abfinden?

Doch es beginnt zu gären. Aus den "Kostenfaktoren" werden Revoluzzer. Und die wehren sich gegen die Zustände in diesem potemkinschen Büro der Aussichtslosigkeit. Mit einem angriffslustigen Plan stellen sie die unsoziale Wirklichkeit auf den Kopf.

BERNHARD: Eines Tages wird man mich in der Firma wieder brauchen!
KATHARINA: Als Putzfrau, Herr Magister?

Ein brandaktuelles Thema, in einer Zeit, in der Callcenter an Fremdfirmen ausgelagert werden, Boni weiter an Manager ausgezahlt werden, die Firmen zugrunde richten und sich niemand darum kümmert, was menschenwürdige Arbeit bedeuten kann. Wer möchte nicht bei einer Firma Kunde sein, die menschlich mit ihren Mitarbeitern umgeht? Eine brennende Gesellschaftssatire, die in einer sozialen Utopie mündet - Satire also im besten Schilllerschen Sinn. ("In der Satire wird die Wirklichkeit, als Mangel, dem Ideal, als der höchsten Realität, gegenübergestellt." - Friedrich Schiller)

"Brutal geht es zu in so genannten Karrierecentern, in denen alt und teuer gewordene Mitarbeiter ausgelagert und zum Nichtstun verdammt werden. Das Autorenduo I Stangl und Hannes Vogler hat dies, im Auftrag der Arbeiterkammer Linz, als Basis genommen für eine satirische Komödie, die all jene Grausamkeiten, die der Arbeitsalltag mit sich bringen kann, vereint – und trotz der ernsten Thematik wirklich amüsant daherkommt.
Das liegt an dem bissigen Zynismus der Autoren, die recht geschickt eine Story konstruiert haben, die sich mit ihren bösen Psycho-Spielen und wechselnden Allianzen zumindest teilweise auch tatsächlich so zutragen könnte."
                                                    OÖ. Nachrichten, 22. März 2013

 

Fernsehbeitrag von SW1:


Regie I Stangl
Ausstattung Susanne Gobl
Dramaturgie Erna Wipplinger

Besetzung
Alexandra Maria Timmel Katharina Margreiter
Gottfried Neuner Mag. Bernhard Krutich
Monika Pallua Manuela Sagmeister
Clemens Matzka Dr. Peter Bucher

Eine Koproduktion von Arbeiterkammer OÖ / Kultur und dem Theater Forum Schwechat